Wir haben lange nach etwas gesucht, dass unsere Arbeit, unsere Einstellung und Philosophie am besten beschreibt- dann, im Sommer 2019 beim Lesen des Romans von Miku Sophie Kümel schien es plötzlich ganz klar: KINTSUGI. Das ist Japanisch und beschreibt eine uralte Technik, Zerbrochenes mit Gold zu reparieren. Das Besondere: Kintsugi versucht nicht, die augenscheinlichen Makel der Reparatur zu verbergen, vielmehr stellt es diese durch die Verwendung von Goldpigmenten im Lack in den Vordergrund – und schafft so eine völlig neue Schönheit und Wertschätzung des ursprünglichen Objekts. Die einst gebrochenen Stücke werden glatt und geschmeidig zusammengefügt und ergänzen sich zu einem neuen Ganzen, das in den meisten Fällen, der Schönheit des Originals in nichts nachsteht. Das Wichtigste an Kintsugi ist jedoch nicht die physische Erscheinung des eigentlichen Objekts. Wichtig sind die Schönheit und die Bedeutung, die der Betrachter durch das Objekt erfährt. Etwas von Wert (SIE !) was im Laufe der Zeit oder auch plötzlich brüchig oder rissig geworden ist und dabei einen Makel, einen Riss, einen Schaden, einen Schmerz, eine Verwundung oder eine Enttäuschung bekommen hat, durch wertschätzende, achtsame und bedeutungsvolle Reparatur ganz werden zu lassen, genau das ist unser Bestreben:


Hinhören - Hinsehen - Einfühlen - Zuhören - Betrachten - Deuten - Respektieren - Formen - Danken und Verzeihen - Altes mit Neuem verbinden - Integrieren und Ergänzen - Sein Lassen - Zeit Lassen und Zeit Geben -

Ganz Sein und Ganz Werden -


Wir sind, wie Gold, formbar, biegsam und können, wenn wir wollen, mit uns selber und anderen so verschmelzen, dass sich neue Wege und Möglichkeiten eröffnen.

Für unsere "Arbeit" müssen Sie nichts können, nur die Bereitschaft mitbringen neugierig entdecken zu wollen!

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